Rotork: Auftrag für LNG-Pipeline-Antriebe

Für eine neue LNG-Pipeline in Venezuela hat Rotork GO Gas-über-Öl Antriebe für ausfallsichere Armaturensteuerungen geliefert. Neben der besten technischen Lösung für diese Anwendung war das hohe Niveau der lokal verfügbaren Unterstützung durch die Rotork-Vertretung in Venezuela entscheidend für die Wahl des Kunden.

Die San Joaquin Pipeline, im Besitz der staatlichen venezolanischen Ölgesellschaft PDVSA, transportiert LNG für den internationalen Markt zwischen den kryogenen Betriebsstätten San Joaquin und José. Die Rotork-Antriebe steuern 26-, 20- und 12-Zoll-Kugelhähne, die im Tandem mit Rückschlagventilen an sechs Ventilstationen entlang der Pipeline installiert sind.
Die kompakte und modulare Rotork GO Antriebskonstruktion nutzt den Pipelinegasdruck als Energiequelle und wandelt diesen in hydraulischen Druck um für eine gleichermaßen kraftvolle wie feinabgestimmte Armaturenkontrolle. Diese Druckübertragung auf Hydrauliköl isoliert den Antriebszylinder vom Pipelinegas, vermeidet so mögliche Verunreinigungen, Korrosion sowie Dichtungsschäden und verlängert dadurch die Lebensdauer der Antriebe. Separate Pumpen für jede Fahrtrichtung verhindern Verunreinigung durch Medienaustausch zwischen den Gas-über-Öl Druckbehältern.
Im Zentrum des Gas-über-Öl Systems integriert ein Multifunktionsverteilerblock Gassteuerungsfunktionen, um eine große Auswahl von Ausfallsicherheits-(Failsafe) und Sicherheitsabsperroptionen (SAV/ESD) zu ermöglichen und damit auf diverse Pipelinezustände, wie Leitungsbruch, Unterdruck und Differenzdrucküberhöhung zu reagieren. Der Verteilerblock bietet zudem optional eine durchflussstarke Handpumpe, Druckentlastung und Verschlusshebel zur sicheren Inbetriebnahme.
Rotork GO Antriebe sind von unabhängiger Stelle zertifiziert und zugelassen für Anforderungen gemäß IP66M/67M, umweltschutzrelevante Anwendungen sowie CE und ATEX. Der Standardbetriebsdruckbereich von 10 und 105 barg ermöglicht ein 90°-Schwenkantriebsdrehmoment von bis zu 600.000 Nm und eine Linearschubkraft von 5.000.000 N, womit Pipelineventile jeglicher Größe und Ausführung angetrieben werden können, zumal darüber hinaus auch noch größere Drehmomente und Schubkräfte zur Verfügung gestellt werden können.

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