9. Forum Industriearmaturen: Neuer Diskussionsblock fand großen Anklang

Am Donnerstag, 26. Juni 2014 informierte das 9. „Forum Industriearmaturen" in Essen seine rund sechzig Teilnehmer über Tendenzen und neue Entwicklungen im Armaturensektor. Zwischen den Vorträgen gab es im Rahmen der kleinen Industrieausstellung lebhafte Gespräche.

Ausstellende Unternehmen waren Agromatic GmbH, ARCA Regler GmbH, ARIS Antriebe und Steuerungen GmbH, AUMA Riester GmbH & Co. KG, EBRO Armaturen Gebr. Bröer GmbH, Garlock GmbH, GEFA Processtechnik GmbH, HOERBIGER Automatisierungstechnik GmbH, Olympus Deutschland Deutschland GmbH.

Die Runde der hochkarätigen Vorträge eröffnete Lauri Mark Stemmler, Siemens AG. Er beschrieb in seinem Vortrag am Beispiel der neuen EN 16668, wie die Normung und Standardisierung von Armaturenklassen auf europäischer Ebene abläuft und wie Armaturen- und Rohrklassen in der chemischen Industrie angewendet werden. Je nach Leckage-Klasse darf eine geschlossene Regelarmatur noch einen sehr kleinen Durchfluss als Leckage aufweisen. Wie man diese Leckage normgerecht nach EN 60534 berechnet, erläuterte Johannes Junior, Geschäftsführer der METRUS GmbH. Um es den Interessenten noch einfacher zu machen, stellt METRUS die kostenlose App „METRUS leak calculator“ zur Verfügung, die über iTunes oder über www.metrus.de zu beziehen ist. Nach diesen beiden Vorträgen gab es Einblicke in die Praxis vor Ort. Britta Daume, Quesy GmbH, stellte Schäden an Regelarmaturen vor und gab Hinweise zu ihrer Vermeidung. Matko Dijkman, BASF SE, erläuterte, welche Maßnahmen ein Unternehmen der chemischen Industrie ergreift, wenn bei Stellgeräten in Schutzeinrichtungen Sitzleckage festgestellt wird. Soll ein Aktor Teil einer Sicherheitskette werden, muss man ermitteln, ob er prinzipiell dafür geeignet ist. Wie man seine Zuverlässigkeit bewerten kann, zeigte Jan Schumacher, TÜV Rheinland Energie und Umwelt GmbH. Der bereits auf einem früheren Forum Industriearmaturen erstmals vorgestellte, elektrohydraulische Armaturenantrieb TriVAX wurde inzwischen weiterentwickelt. Seine neuen Fähigkeiten und Anwendungsbeispiele beschrieb Gotthard Gawens, HOERBIGER Automatisierungstechnik. Einen kleinen Blick in die gar nicht mehr so ferne Zukunft gab Stefan Dick, Mecafrance Deutschland, mit seinem Vortrag über die RFID-Identifikation von Industriearmaturen. Damit können in der Anlage vor Ort Informationen über Armaturen bereitgehalten werden, die weit über das klassische Typenschild hinausgehen.

Erstmals fand nach der Mittagspause auf dem Forum Industriearmaturen eine Diskussionsrunde mit allen Teilnehmern statt. Der Moderator des Forums, Ralph Harry Klaer von Bayer Technology Services, startete die Runde mit der Frage „Braucht man eine Wareneingangskontrolle, wenn der Lieferant eine Ausgangskontrolle hat?“. Es entwickelte sich daraufhin eine lebhafte Debatte über Begriffe wie „fehlerhaft“, „Spezifikation“, „Qualitätslevel“, „Baumusterprüfung“ und „Endabnahme“. Die Teilnehmer diskutierten so engagiert, dass die angesetzte Stunde gefühlt viel zu schnell vorbei war. Der positive Eindruck der Diskussionsrunde schlug sich auch in den Beurteilungen des 9. Forum Industriearmaturen nieder: Insgesamt wurde das 9. Forum Industriearmaturen von seinen Teilnehmern sehr positiv beurteilt: Die Teilnehmer beurteilten die Veranstaltung durchweg positiv (91 % gut bis sehr gut). 95 % gaben an, die Inhalte für ihre berufliche Praxis nutzen zu können.

Dr. Christian Lutz (Agromatic) stellte fest: "Wir sind auch nächstes Jahr dabei".

Das nächste Forum Industriearmaturen findet am 30. September 2015 in Essen im Hotel Atlantic statt.

Kontakt für Ausstellungsteilnahme: h.pelzer@vulkan-verlag.de

 

 

 

Verwandte Themen
IE Expo China 2018 weiter
Das war die DIAM 2017 weiter
MSR-Spezialmessen 2018 weiter
12. Forum Industriearmaturen: Markt der Möglichkeiten weiter
8. Münchener Forum Verbindungstechnologie weiter
20. Dichtungskolloquium in Steinfurt: Branche trifft Forschung und Entwicklung weiter