Sicherheitsventile im eingebauten Zustand prüfen und einstellen

Die regelmäßigen Wiederholungsprüfungen von Sicherheitsventilen sämtlicher Fabrikate können mit einem Verfahren der AAS GmbH schnell und wirtschaftlich durchgeführt werden.

Mit dem TÜV abgenommenem Messverfahren werden der Öffnungspunkt und das Öffnungsverhalten der Ventile gemessen und dokumentiert. Die Prüfung erfolgt entweder während des normalen Betriebes vor Ort oder im drucklosen Zustand, wobei der kostenintensive Aus- und Einbau in jedem Fall verhindert wird. Die Vorteile einer Prüfung im eingebauten Zustand unter Betriebsbedingungen sind folgende:

  • Das Abstellen der Anlage zur Demontage der Ventile erübrigt sich.
  • Eine Reduzierung des Zeitfensters bei einem geplanten Stillstand durch Messung und Selektion im Vorfeld ist möglich.
  • Das Hochfahren der Anlage auf Ansprechdruck kann entfallen.
  • Ventilsitzbeschädigungen werden durch gedämpften Schließvorgang verhindert.
  • Der Ausbau, Transport und Rückbau von Ventilen ist nicht erforderlich.
  • Wegen des geringen Dampfverlustes bei der Prüfung wird Energie gespart.
  • Die Schallemissionen bei der Prüfung werden minimiert.
  • Es werden genaue Ergebnisse unter „echten Bedingungen“ geliefert.

Federbelastete Vollhub- oder Proportionalsicherheitsventile werden mit dieser Prüfmethode während des Betriebes auf Ansprechdruck und Gängigkeit geprüft. Das Messverfahren ist aber ebenfalls im drucklosen Zustand anwendbar, falls stark verunreinigte Medien oder Chemikalien eine Prüfung unter Betriebsdruck nicht zulassen.
Die Ausnutzung der physikalischen Gesetzmäßigkeit Druck = Kraft/Fläche bildet die Grundlage des Verfahrens, wobei der Druck die gesuchte Größe darstellt, die Fläche aus dem vorhandenen Ventildaten ermittelt wird und die Kraft eine zu messende Größe bildet.

Durchführung der Prüfung Für die Prüfung wird über dem Ventil ein Gestell installiert. Hierin enthalten sind eine hydraulische Hubvorrichtung, eine elektromechanische Kraft- und Hubmesseinrichtung sowie der Anschluss an die Ventilspindel. Über entsprechende Anschluss- und Datenleitungen kann der Prüfablauf aus größter Entfernung gesteuert werden. Die Spindel wird bis zum kurzfristigen Öffnen des Ventils angehoben und die Messgrößen Betriebsdruck, Steuerdruck, Zusatzkraft sowie Weg der Spindel parallel über einen Schreiber dokumentiert. Der gesamte Prüfvorgang kann innerhalb weniger Sekunden abgeschlossen sein. Im Bedarfsfall können sofort Nachstellarbeiten durchgeführt werden. Ein weiterer Prüfgang protokolliert die neuen Einstellwerte des Sicherheitsventils.
Für den Anwender entsteht so ein Protokoll des Ventilverhaltens beim Öffnungs- und Schließvorgang. Ansprechdruck, Ventildaten, Messkurven sowie alle kundenspezifische Daten werden auf einem Prüfprotokoll dokumentiert.

Prüfung von zusatzbelasteten Sicherheitsventilen sämtlicher Fabrikate Darüber hinaus können auch zusatzbelastete Ventile einschließlich Prüfung und Wartung der Steuereinheit über einen 6-Kanal-Messschreiber abgedeckt werden. Druckschalter-, Stellkraftreserve-, Kennlinienpunkt- und Vollhubmessung während normalem Fahrbetrieb oder auch im drucklosen Zustand sind realisierbar. Das direkte Aufzeichnen ermöglicht die exakte Steuerung des Prüfvorgangs.
Bei der Prüfung mit nur geringer Öffnungszeit wird auch lediglich eine geringe Menge des Mediums freigesetzt. Für viele Anlagenbetreiber ist dies neben Kostengründen ein wesentlicher Punkt der gesamten Ventilprüfung. Die Steuerungsmöglichkeiten der Hydraulikstation erlauben aber auch geänderte Prüfabläufe. So können Ventile bei geringem Betriebsdruck oder im drucklosen Zustand über ihr gesamtes Verhalten bis „ganz offen“ geprüft werden. Das Schließen wird in jedem Fall gedämpft, um eine Ventilsitzbeschädigung bzw. das Einschlagen von Fremdkörpern in den Sitz zu vermeiden. Anpassungen an weitere Prüfsituationen sind ebenfalls möglich.

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