Federzahn-Dichtung mit Dreifach-Abdichtung (hier: Revoseal Revolution)

Federzahn-Dichtung übertrifft Spießblech-Graphit-Dichtung

Die ganzheitliche Betrachtung einer Flanschverbindung ist mit der VDI Richtlinie 2290 zum Stand der Technik geworden. Dennoch sind vergleichende Tests auf Basis der Richtlinie bislang eine Seltenheit. Eine nun vorliegende Studie der GAIST Dichtungstechnik GmbH, einem Spin-Off der Fachhochschule Münster, zeigt, dass allein die nachhaltige Wirtschaftlichkeit einer Anlage die Auswahl der eingesetzten Dichtungstechnologie bestimmen sollte.

Die richtige Dichtungstechnologie, die passende Geometrie und der möglichst einfache Einbau sind die Parameter, die über die Fehleranfälligkeit der Verbindung entscheiden. Denn die Einhaltung der TA-Luft-Kriterien ist für eine Vielzahl der verbauten, althergebrachten Dichtungssysteme eine große Herausforderung.
Die GAIST-Versuchsanordnung testet einen Flansch DN 50/PN40 – ein aufgrund seiner Geometrie und Schraubenanzahl besonders problematischer, aber häufig eingesetzter Verbund – unter realistischen Bedingungen. Der Versuch berücksichtigt dabei – anders als im Labormaßstab – die tatsächlichen Verhältnisse einer Verbindung unter Einbeziehung aller auf den Flansch wirkenden Kräfte. Für die Prüfung wurde ein Druck von 40 bar gewählt. Die Untersuchung vergleicht eine Spießblech-Graphit-Dichtung mit einer Federzahn-Dichtung (Bild 1, Revoseal Revolution) über das beim Einbau aufgebrachte Drehmoment und das daraus resultierende Leckagepotential der Flanschverbindung. Beim Einsatz einer M16 Schraube der Festigkeitsklasse 5.6 und 90 %iger Auslastung der Schraubenstreckgrenze ist die Revoseal Revolution 80 mal dichter als die Dichtheitsklasse L0,01.
Wird die VCI-Montageempfehlung für 25CrMo4-Schrauben oder A2-70 Schrauben befolgt, ist sie sogar um den Faktor 250 dichter. Besonders bemerkenswert aber ist, dass die Spießblech-Graphit-Dichtung die VDI2290 Dichtheitsklasse L0,01 erst bei einem Anzugsmoment von ca. 170 Nm erreicht. Ein Wert, der weit über der VCI-Anzugsmoment-Empfehlung liegt und daher sehr leicht Montageschäden am Dichtungsverbund erzeugen kann. Das Ergebnis zeigt die Achillesferse des DN 50 PN 40 Flansches und wie schwierig hier das Erreichen der benötigten Flächenpressung ist (Bild 2). Die Federzahn-Dichtung Revoseal Revolution erreicht diese auch mit 5.6er Schrauben, die heute noch in einer Vielzahl von Unternehmen eingesetzt werden. Sie garantiert maximale Dichtheit und Betriebssicherheit und kann damit hohe Umrüstkosten vermeiden. Einbaufehler in Form von zu geringen Anzugsmomenten führen nicht mehr automatisch zu einem Versagen der Flanschverbindung mit hohen Folgekosten.

Vorteile von Federzahn-Dichtungen Die Federzahn-Dichtung – wie hier am Beispiel der Revoseal Revolution beschrieben – zeichnet sich durch folgende Vorteile aus:

  • Die Revoseal Revolution ist eine geprägte Flachprofildichtung, hergestellt aus einem flexiblen Edelstahlträger mit zwei Auflagen wahlweise aus PTFE oder Graphit.
  • Die hervorragende Federcharakteristik gleicht Druck- und Temperaturschwankungen aus. Ein Nachziehen der Schrauben ist nicht erforderlich.
  • Durch Konstruktion und Flexibilität der geprägten Zähne wird eine zweifache metallische Abdichtung sowie die Einkapselung des PTFE oder Graphits gewährleistet.
  • Leichte Montage durch dünne Bauweise
  • Durch die schmale Auflage werden nur sehr geringe Schraubenkräfte bzw. Flächenpressungen benötigt
  • Zertifikate: EN 13555 Dichtungskennwerte, FDA-Konformität (PTFE Version), Firesafe API607/DIN EN ISO 10497, TA Luft (inkl. Ausblassicherheit nach VDI 2200)
Untersuchungsergebnisse der GAIST Dichtungstechnik
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