Neue ATEX-Antriebe für den Explosionsschutz

Mithilfe ihrer Erfahrung in der Entwicklung von Dreh- und Schwenkantrieben für die Explosionsschutz-Zone 1 arbeitet die Agromatic Regelungstechnik GmbH aus Oerlinghausen an neuen Antrieben für die Ex-Zonen 2 und 22. Diese Antriebe sind geeignet für Bereiche von Maschinen und Anlagen, in denen normalerweise nicht oder nur kurzfristig explosionsgefährdete Gas-Luft-Gemische, Nebel und Dämpfe (Zone 2) oder Stäube (Zone 22) auftreten.

Wo immer Anlagen und Geräte in einer explosionsfähigen oder explosionsgefährdeten Umgebung eingesetzt werden, ist die europäische ATEX-Produktrichtlinie 2014/34/EU zu beachten. Diese gilt auch für elektrische Stellantriebe. Agromatic bietet seit zwei Jahren Dreh- und Schwenkantriebe sowie Linearantriebe für den Einsatz in der Ex-Zone 1 an und will in Kürze sein Standard-Sortiment auch um Varianten für die Ex-Zonen 2 und 22 erweitern.

Antriebe für Ex-Zonen gefragt Seit der Markteinführung der nach IECEx und ATEX zertifizierten Dreh- und Schwenkantriebs steigt die Nachfrage. „Insbesondere dieses Jahr kommen wir kaum nach“, sagt Wolfgang Kreuzbusch, der seit fast 30 Jahren in der Kundenbetreuung des Unternehmens tätig ist. „Anfragen kamen von der Schiffbauindustrie aus Norwegen ebenso wie aus der Lebensmittelindustrie in Italien und aus dem Automobilsektor in Deutschland.“ Das Innovationsteam von Agromatic hat die Herausforderung entwickelt, auf Basis der neuen Produktreihe „nT“ eine ganze Reihe neuer explosionsgeschützter Antriebe für die Ex-Zonen 2 und 22.

„Die kontinuierlich gestiegenen Anforderungen beim Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen werden unsere neuen Dreh- und Schwenkantriebe sicher erfüllen“, sagt Entwicklungschef Ulf Morgenstern.

Sonderentwicklungen gefragt Weil Agromatic seit 45 Jahren elektrische Stellantriebe entwickelt, ist das Innovationsteam auch als Entwicklungspartner der Industrie gefragt. „Wir fertigen unsere Antriebe nicht als Massenware, sondern konfigurieren diese oft einzeln oder in Kleinserie nach ihrem spezifischen Einsatzzweck. Als Spezialanbieter stellen wir uns gerne technischen Herausforderungen und finden neue Lösungen“, ergänzt Reinhard Wollschlaeger, Geschäftsführer des mittelständischen Herstellers aus Ostwestfalen. Dabei sei die direkte Kommunikation zwischen den Ingenieuren oder Technikern des Kunden und dem Agromatic-Entwicklungsteam wichtig für eine erfolgreiche Zusammenarbeit. 

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