Innovatives Asset-Management-Programm für den Einsatz in Dampf- und Kondensatsysteme

Unter Kostendruck rückt das zumeist vernachlässigte Dampfsystem in den Vordergrund: nicht nur zum Thema Energie, sondern auch bezüglich der Prozesssicherheit. Nur über intelligente Visualisierung der Anlage und ein durchdachtes Management-Programm des Dampfnetzes können nachhaltige Verbesserungen im Sinne von Best-Practice erreicht werden. Dafür gibt es jetzt das SSOP (Steam System Optimisation Programm) von TLV.

Die Wärme- und Energieversorgung eines Betriebs in Form von Dampf ist neben der Druckluft eine der wesentlichen Querschnittstechnologien. Das gilt für die einzelnen Produktions-Prozesse und für die Beheizung von Gebäuden. Einsparpotenziale liegen nicht selten bei 30 Prozent und darüber. Der klassische und sehr praktikable Ansatz für das Dampfnetz bedeutet die jährliche Überprüfung der Armaturen, insbesondere der Kondensatableiter und die Erstellung einer Austauschliste für die defekten Ableiter mit Leckagen oder Blockaden. Letztere, die sogenannten kalten Ableitern mit einem Rückstau, sind für einen zuverlässigen Prozess sehr kritisch. Denn nicht abgeführtes Kondensat kann Prozesse stören oder sogar ausfallen lassen. Dampfschläge in den Leitungen können zu schweren Anlagenschäden führen. Beim Bersten von Leitungen oder beim Versagen von Armaturen sind sogar Personenschäden möglich. Ausfallraten der Kondensatableiter bei Erstmessungen von über 20 Prozent sind nicht selten.

Nur durch einen ganzheitlichen Ansatz für das gesamte Dampf- und Kondensatnetz lassen sich nachhaltige Verbesserungen erreichen. Diesen Ansatz wählt das auf jahrzehntelanger Erfahrung basierte SSOP - Steam System Optimisation Programm. Die beiden wesentlichen Kernelemente sind erstens die Visualisierung der vorhandenen Problemfelder der Gesamtanlage und zweitens das Management zur nachhaltigen Umsetzung der identifizierten Verbesserungspotenziale. Das SSOP besteht aus drei Phasen.

Phase 1: BPSTM - Best Practice of Steam Trap Management
Wesentlicher Bestandteil hier ist die Visualisierung der Problemfelder der Anlage bezüglich der verbauten Dampf-/Kondensat-Armaturen. Dieses geschieht durch eine zertifizierte quantitative Messung der Verluste bzw. dem Verzeichnis einer Blockade und einer umfangreichen Erfassung der Armaturendaten inklusive des Einbauortes (Mapping) und Einbau bzw. Betriebssituation. Die Senkung der Ausfallraten der Ableiter auf 5 Prozent sind in der Regel erreichbar.

Phase 2: BPSSM – Best Practice of Steam System Management
In einem zweiten Schritt werden die dampfverbrauchenden Anlagenteile wie Wärmetauscher, Dampfturbinen und Begleitheizungen zusammen mit dem Betriebspersonal eingehend analysiert. Optimierungspotenziale werden aufgezeigt und in einem Ranking priorisiert: z. B. Nutzung von Entspannungsdampf, Einsatz von Dampfverdichtern, Optimierung der Druckstufen, konsequente Rückführung von Kondensatmengen.

Phase 3: Bilanzierung der Gesamtanlage
Aus der Analyse der Gesamtdampfbilanz eines Werkes mit seinen verschieden Druckstufen kann über ein von TLV entwickeltes Berechnungstool das Einsparpotenzial quantitativ erkannt werden. Durch den modularen Aufbau des SSOP-Konzeptes ist eine hohe Flexibilität und Anpassung an die Betriebsgröße und die individuellen Erfordernisse gegeben. In zahlreichen Anwendungen bei unterschiedlichsten Kunden konnten so neben den Energieeinsparungen viele Verbesserungen im Bereich der Betriebssicherheit und der Produktivität erzielt werden. Dazu gehört die Beseitigung von Wasserschlägen im Rohrleitungsnetz, Vermeidung von Betriebsausfällen und das Beheben von Produktionsengpässen.

DIAM: Stand FF 3

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